

Draculas Insel, Kerker des Grauens (10)
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Klappentext: Die Schiffbrüchigen der "Santa Maria" landen auf einer Insel. Einer von ihnen wird ermordet. Er taucht wieder auf, ist aber seltsam verändert. Ist er wirklich tot? Ihn dürstet nach dem Blut der anderen. Er ist nicht der einzige, denn aus der Gruft steigen Dutzende von Vampiren. Sie alle gieren nach Blut! Gibt es eine Rettung für die Gestrandeten auf der Insel des Grauens? |
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| Besetzung (in der Reihenfolge ihres Auftretens):
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| Produktionsnotizen (der Erstausgabe): Hörspiel von H. G. Francis Regie: Heikedine Körting Musik und Effekte: Bert Brac Eine Studio EUROPA-Produktion Künstlerische Gesamtleitung: Dr. Beurmann |
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Zur Editionsgeschichte: • Diese Folge ist bislang auf fünf verschiedenen Tonträgern sowie digital im Streaming bzw. als Download veröffentlicht worden; das Hörspiel liegt in vier unterschiedlichen Fassungen vor. • Den Gruselseiten sind seit 1998 zwei Muster-LPs bzw. Probepressungen gemeldet worden. Bei einem Exemplar trägt das Label das handschriftlich notierte Datum des 23.03.1981; die andere Probepressung wurde abseits des üblichen Quickborner Workflows von jemand anderem beschriftet, ohne daß hierbei ein Datum notiert worden wäre.
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Zu den Fassungen: • Bereits in der Fassung 2 wurde Carsten Bohns Musik nahezu gänzlich entfernt und überwiegend durch neue orchestrale Stücke ersetzt; 1999 fügte man wiederum neuere Musik hinzu. • Die Fassungen 3.1 und 3.2 weichen selbst in der Hörspielmitte (Seitenwechsel der MC) eigentlich nicht voneinander ab. Während auf der MC in Fassung 3.2 wie bereits in Fassung 2 das neu hinzugefügte, Carsten Bohns Musik übertünchende orchestrale Stück Wasteland, No. 1 (slow tempo)) die erste Hälfte abschließt, wird nach dem Seitenwechsel die zweite Hälfte durch Sanctuary, einer neueren Musik Jan-Friedrichs Conrads eingeleitet (die 1999 das orchestrale 1987er Stück Countdown, Nr. 1 ersetzt hat). Das ausblendende Wasteland, No. 1 (slow tempo) und Sanctuary wurden in Fassung 3.1 auf der CD mit einer kurzen Pause direkt hintereinandergesetzt, ohne daß der Seitenwechsel übertüncht worden wäre: de facto sind Fassung 3.1 und 3.2 also identisch. • Ob nach 1999 an dem Hörspiel erneut etwas verändert worden ist, ob es also z.B. im Streaming als Fassung 4 gilt, ist noch nicht systematisch überprüft worden; bislang wurden keine Bearbeitungen entdeckt. |
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| Zur ersten Neuausgabe: • Draculas Insel, Kerker des Grauens gehört zu den zehn 1981/1982 neu veröffentlichten Hörspielen der Gruselserie, die in der ersten 1987er Neuausgabe in einer überarbeiteten Fassung und mit verkürztem Titel erschienen sind. Draculas Insel war Folge 3. |
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| Zur zweiten Neuausgabe (Die Rückkehr der Klassiker): • Draculas Insel, Kerker des Grauens wurde in der 1999/2000er Neuausgabe erneut wiederveröffentlicht. Verschiedene Auflagen - etwa mit einer nach 1999 erneut bearbeiteten Fassung - sind nicht bekannt. |
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| Zum Cover: • Die Illustration zu Draculas Insel, Kerker des Grauens konzentriert sich vornehmlich auf Kapitän Humunks Kopf, an dessen rechter Hälfte die Haut nur noch in Fetzen herabhängt, so daß darunter der metallene Schädel zum Vorschein kommt. Hinter dem Kopf ist das Meer vor der Insel zu sehen: linkerhand ist die kleine Brigg auf ein Felsenriff aufgelaufen und bereits halb gesunken, rechts stehen auf dem Küstenstreifen nur zwei etwas verloren wirkende Bäume. Die Wolken über der Kapitänsmütze sind so geformt, daß sie mitunter die Konturen riesiger Fledermäuse annehmen. • Das quadratische Format der MC-Variante zeigt an den Rändern weniger als die Illustration der LP, vor allem die Fledermauswolken sind in ihrer Anzahl und demnach auch in ihrer Wirkung begrenzt; auch die Brigg und der große Baum an der Küste sind nur auf der LP in Gänze abgebildet. Gleichwohl ist dem Motiv auf der LP anzusehen, daß es für das quadratische Format der MC konzipiert worden ist, denn für die Schallplatte wurden eigentlich nur noch die schwarzen Flächen des Himmels und des Meeres weitergeführt und vereinzelte Wolkenlinien bis an den Rand gezogen - selbst an der Küste herrscht rechts von dem großen Baum gähnende Leere. Auf der MC ist demgegenüber am unteren Rand deutlicher als auf der LP zu erkennen, daß Kapitän Humunks Kopf vom Rumpf des künstlichen Menschen abgetrennt worden ist. • Die Illustration der LP weist gegenüber der MC praktisch keine Unterschiede in der Kolorierung auf. • Auf der Vorderseite der 1981er LP-Hülle hat sich beim Setzen des Titels zwischen "Insel" und dem Komma ein überflüssiges Leerzeichen eingeschlichen - auf der Rückseite ist der groß gedruckte Titel hingegen fehlerfrei, auf der 1981er MC ebenfalls. • Für das Cover der ersten 1987er Neuausgabe beschränkte man sich auf Kapitän Humunks Kopf - wie alle Motive anno 1987 einfarbig gestaltet, so daß man hier ohne Vorkenntnis des Originalmotivs genauer hinschauen muß, um die getrennten Gesichtshälften zu erkennen - und deutete mit einer schräg verlaufenden futuristischen Gitternetz-Landschaft womöglich das topographische Gradnetz von Land- und Seekarten an, während zwei bläuliche Lichtkegel vom unbestimmten Horizont her den finsteren Himmel zerschneiden: ein Lichtstrahl könnte von einem Leuchtturm stammen - aber gleich zwei? • Die 1999 veröffentlichten Tonträger basieren allesamt auf der Illustration der LP von 1981. Auf dem CD-Cover wurde das auf der LP-Illustration unten links angebrachte STEREO-Zeichen kurioserweise nicht wegretuschiert. • Für die digitale Version im Streaming bzw. als Download wurde das CD-Cover von 1999 gewählt. |
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Vorlagen: • Das Porträt Kapitän Humunks könnte in der linken, normal wirkenden Gesichtshälfte einer tatsächlich existierenden Zeichnung nachempfunden sein, die aber bislang nicht entdeckt worden ist. Die rechte Gesichtshälfte mit dem entblößten, künstlichen Metallschädel scheint ebenfalls irgendwoher zu stammen - beide Elemente wären dann gleich groß aneinander montiert und durch Hinzufügen vereinzelter Hautfetzen unter einer selbst gemalten Kapitänsmütze verbunden worden? Andererseits war die Darstellungsform eines nicht mehr intakten Gesichts, bei dem eine Hälfte offenbart, was sich unter der Haut befindet, natürlich bereits geläufig. Abgesehen davon, daß selbst Kunstwerke wie auf Jean-Michel Jarres 1976er Musikalbum Oxygène in diese Richtung tendieren, so wird es Anfang 1981 in gruseligen Comics, auf Horrorheftromanen oder in ähnlichen Publikationen etliche Variationen dieses Motivs gegeben haben, bei denen unter der maskenartigen Haut eines Gesichts entweder ein einfacher Totenkopf oder eine technische Nachbildung ansatzweise, zur Hälfte oder größtenteils zum Vorschein kam. So sind für Kapitän Humunk viele Quellen denkbar. Daß ausgerechnet er als demaskierter Humunculus aufs Cover von Draculas Insel, Kerker des Grauens kam, könnte vom Titelbild des Perry Rhodan-Planetenromans Das rote Leuchten herrühren, denn hier ist ein Mann mit seinem den Betrachter frontal anblickenden Gesicht zu sehen, an dessen rechter Hälfte die Haut in weiten Teilen fehlt, so daß eine metallene Roboterschicht freigelegt wurde - der Roman war im September 1980 erschienen und stammt von H. G. Francis. • Die Vorlagen der am Riff gestrandeten und halb gesunkenen Brigg und der Bäume am Küstenstreifen rechts sind ebenso unbekannt wie die Quelle des Emblems auf der Kapitänsmütze, das einen Anker mit Schiffstau in einem Oval zeigt - es gab und gibt sicherlich viele mit Schiffahrt befaßte Institutionen, die ein solches Logo ihr eigen nennen? |
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| Zur Sprecherliste: • Ernst von Klipsteins Nachname wird in der gedruckten Sprecherliste - wie so oft - falsch geschrieben. Dieser Tip(p)fehler zieht sich durch alle Ausgaben. |
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Schauplatz: • Wo genau die Santa Maria Schiffbruch erlitten hat, wissen die gestrandeten Reisenden nicht; sie erfahren es erst nach einer Weile von Kapitän Humunk, als er seine Vermutung äußert (und es in Wahrheit sicher weiß), daß sie "auf einer der Inseln" gelandet seien, "die der Küste von Transsilvanien vorgelagert sind". Von dieser Insel ist nicht mehr zu erfahren, als daß sich auf ihr ein Schloß befindet. H. G. Francis verkauft uns in seiner Geschichte um Draculas Insel so viel Trash, daß es auf geografischen Unfug auch nicht mehr ankommt, zumal der Erzähler gleich zu Beginn des Hörspiels die "Küste von Transsilvanien" genannt und mit der Kraft seiner auktorialen Autorität bestätigt hat. - Wie? Transsilvanien hat nie eine Küste gehabt? Das hat 1981 in allen Atlanten gestanden? Papier ist geduldig, Herr Kapitän! |
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Zur Musik: • Draculas Insel, Kerker des Grauens wird in der originalen Fassung von vier Orgelmusiken bzw. Orgelatmosphären, zwei orchestralen Musikstücken (Die Monstermumie / Viviane, op. 5) und fünf Werken Carsten Bohns von März 1979 (Frankenstein & Dracula) und April 1980 (Flaggio Let Me Be Like I Am / Areacode 212 / Function Proof / Theme For More Or Less Musicians) untermalt, die unterschiedlich häufig - mitunter in anderen Teilen - wiederkehren. Die Orgelmusik ist bereits 1970 für Dracula - Jagd der Vampire aufgenommen und gelegentlich wiederverwendet worden, so u.a. für das blaue Phantom in Die drei ??? und das Gespensterschloß, aber natürlich auch in Dracula, König der Vampire, so daß die akustische Begleitung des rätselhaften Lachens und der Auftritte des untoten Kaufmanns Hammands und natürlich des Grafen Dracula als bewußtes Zitat zu deuten ist, ähnlich war dies bereits bei Gräfin Dracula, Tochter des Bösen der Fall. Das vom London Philharmonic Orchestra eingespielte Musikstück Die Monstermumie scheint für die Gruselserie komponiert und aufgenommen worden zu sein; Die Monstermumie taucht in zehn Hörspielen der Serie und damit sehr häufig auf. Viviane, op. 5 sticht demgegenüber heraus: hierbei handelt es sich um eine vom Franzosen Ernest Chausson im Jahre 1882 komponierte sinfonische Dichtung (zur Sagenwelt um König Artus) in einer vom Philharmonischen Staatsorchester Hamburg eingespielten Aufnahme, die anno 1956 bei MGM Records in den USA erschien und seit 1976 im Tonstudio EUROPA in etwas mehr als ein Dutzend Hörspielen eingesetzt wurde. Carsten Bohns 1979 für Dracula trifft Frankenstein komponiertes Thema Frankenstein & Dracula ist in Draculas Insel, Kerker des Grauens mit den ersten beiden Teilen dabei: zum einen Teil 1 als Titelmelodie, zum anderen Teil 2 (Marsch der Monster auf Horror Pop Sounds) vergleichsweise häufig als langsame Variante, die ansonsten nur in Fünf Freunde im Nebel, Die drei ??? und der Zauberspiegel und in Gräfin Dracula, Tochter des Bösen verwendet worden ist. Flaggio Let Me Be Like I Am, Areacode 212, Function Proof und Theme For More Or Less Musicians sind vergleichsweise neu und fanden u.a. seit der dritten Die drei ???-Staffel (Oktober 1980) ab Die drei ??? und die Geisterinsel bzw. seit der vierten Staffel ab Die drei ??? und der verschwundene Schatz ausführlich Verwendung. • Der auf Horror Pop Sounds enthaltene Titel Insel des Schreckens ist Carsten Bohns Flaggio Let Me Be Like I Am (Part 3) - dieser dritte Teil kommt in Draculas Insel, Kerker des Grauens aber gar nicht vor und ist erst in der zweiten Gruselserie-Staffel zu hören. |
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Sonstiges: • In dem Science-Fiction-Horrorfilm Alien, der im Oktober 1979 in die westdeutschen Kinos kam und den H. G. Francis aus gewissen Gründen gekannt haben dürfte, wird auf spektakuläre Weise ein Besatzungsmitglied als Android enttarnt - nach einem kurzen Kampf verliert der künstliche Mensch seinen Kopf. Etwas später erwacht dieser noch mal kurz zum Leben und erklärt, daß es seine Aufgabe war, das Raumschiff zum Mond und damit zum Bösen, das dort lauert, zu navigieren ... über so einen Humbug kann Kapitän Humunk natürlich nur müde kichern! • Draculas Insel, Kerker des Grauens ist nach Dracula und Frankenstein, die Blutfürsten, Dracula, König der Vampire und Gräfin Dracula, Tochter des Bösen der vierte und zugleich letzte Titel, in dem per Apposition, mit durch Komma abgetrenntem Beisatz, ein Substantiv nachgeschoben wird, welches das vorangegangene Substantiv näher beschreibt. Neben dieser gewohnten Struktur leistet sich der Titel von Folge 10 auch in der Wortwahl eine gewisse Redundanz, denn der "Kerker des Grauens" ist nach dem "Schloß des Grauens" nicht wirklich originell. • Ob der gelehrte, zu Vampiren forschende Professor Dark wohl seinen Nachnamen Jason Dark verdankt, so daß H. G. Francis hiermit einen augenzwinkernden Gruß an Helmut Rellergerd, den unter Pseudonym schreibenden Autor der zu jener Zeit extrem absatzstarken, wöchentlich im Zeitschriftenhandel erhältlichen "Gruselserie" (so stand und steht es auf dem Cover jedes Romanhefts) um Geisterjäger John Sinclair gesandt hätte? • Kaufmann Hammand erinnert vom Namen her in gewisser Weise an Kathleen Hammond: Die drei ??? und das Bergmonster erschien als 14. Die drei ???-Folge bereits in der dritten Staffel im März 1980. Daß H. G. Francis zu diesem Zeitpunkt bereits an Draculas Insel, Kerker des Grauens schrieb, ist de facto ausgeschlossen, siehe unten. • "Wenn es sein muß ...", der Running Gag des Matrosen Jim, ist H. G. Francis häufiger aus der Feder geflossen. Als nicht gerade begeisterte Reaktion findet sich dieser Satz nicht nur in Dracula und Frankenstein, die Blutfürsten (Dr. Finistra), sondern beispielsweise auch in Die drei ??? und der Zauberspiegel (Onkel Titus) und in Die drei ??? und der Teufelsberg (Peter Shaw), ohne daß dieser Satz in den Buchvorlagen vorkommt. • "Hört ihr das, ihr Narren?" "Das mögen Narren glauben ..." - H. G. Francis scheint einen Narren an dem Wort "Narr" gefressen zu haben, das ist nicht nur bereits in Dracula, König der Vampire zu hören ("Du Narr, mit dem kleinen Finger kann ich dich besiegen!"), sondern auch später bei den Masters of the Universe, wo nahezu in jeder Folge jemand seinen Gegner als "Narr" verhöhnt oder "zum Narren gehalten" wird. • Einige Klangkonserven sind als Geräusche in exakt derselben Form aus anderen Hörspielen der Gruselserie geläufig. Sowohl in der Schlafkammer der Hütte wie auch im Ferienhaus an der Nordküste der Bretagne wird ein Fenster eingeschlagen, das mit demselben Klirren zu Bruch geht. • Kaufmann Hammand ist offenbar auch beim Werkschutz von Magnusstad angestellt, denn in Die drei ??? und die silberne Spinne poltern die Verfolger in der Kirche St. Georg auf dieselbe Weise an der verschlossenen Tür wie Hammand vor der Hütte - hauptsächlich wird mit der flachen Hand geschlagen, zwischendurch wird geklopft und an der Klinke herumgedrückt. Beide Hörspiele wurden parallel produziert, siehe unten. Natürlich ist es Zufall, daß hier wie dort ungeduldig Einlass gefordert wurde, zumal in der Gruselserie öfters an geschlossenen Türen verzweifelt wird - hierfür kamen denn auch nicht immer dieselben Geräusche zum Einsatz. Für Hammands Randale lief jedoch dieselbe Tonbandschleife wie in Die drei ??? und die silberne Spinne, die aber nicht lange genug war oder eben der Szene angepaßt wurde, jedenfalls sind einige Geräuschkombinationen doppelt zu hören, so z.B. die Abfolge aus grobem Hämmern, kurzem Klopfen und Klinkenrütteln jeweils ab "Er ist ein Mann, der Hilfe braucht!" und "Sind Sie verrückt geworden?". |
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Serienproduktion im Hörspiel-Labor: • Vieles wurde im Tonstudio EUROPA zeitgleich zu Draculas Insel, Kerker des Grauens produziert. Interessante Parallelen zeigen sich in diesen Hörspielen: Gruselserie (3): Dracula, König der Vampire Gruselserie (5): Der Angriff der Horrorameisen Gruselserie (6): Das Duell mit dem Vampir Gruselserie (7): Die Begegnung mit der Mörder-Mumie Gruselserie (8): Gräfin Dracula, Tochter des Bösen Gruselserie (9): Im Bann der Monsterspinne Die drei ??? (23): ... und das Aztekenschwert Die drei ??? (24): ... und die silberne Spinne Die verwegenen 4 (3): ... halten zusammen • Günther Ungeheuer wird an demselben Tag seiner Aufnahmen zu Dracula, König der Vampire auch die Erzählertexte für alle weiteren neu produzierten Hörspiele der ersten Gruselserie-Staffel (auch für Das Duell mit dem Vampir) aufgenommen haben. • Die Folgen 7, 8, 9 und 10 hängen mit etlichen gemeinsamen Sprecherinnen und Sprechern produktionstechnisch eng zusammen. Während Gabi Libbach und Horst Stark in den beiden aufeinanderfolgenden Geschichten Gräfin Dracula, Tochter des Bösen und Im Bann der Monsterspinne das Protagonisten-Pärchen verkörpern, sind Die Begegnung mit der Mörder-Mumie und Draculas Insel, Kerker des Grauens durch eine weitgehend identische Besetzung eng miteinander verzahnt: Heidi Schaffrath spielt beide Male die Tochter des Gelehrten, Hannes Messemer verkörpert Dr. Jansing und Kapitän Humunk, Gottfried Kramer den alten Jussuf und Kaufmann Hammand, und Wolf Rahtjen gibt sich nicht nur als Muhammad, sondern auch als Doran eher unberechenbar - ursprünglich war für diese Rolle Ernst von Klipstein vorgesehen, doch offenbar zog man es vor, ihm nach seiner Hauptrolle als Pedro Faria in Folge 8 die wenigen Sätze für den Kutscher in Folge 3 und Diener Ben in Folge 9 vorzulegen, so daß für das wagnereske Faktotum Doran in Folge 10 Wolf Rahtjen einsprang. Michael von Rospatt mimt neben seinem Matrosen Jim nicht nur in Folge 8 einen weiteren Seemann, sondern er warnt zudem in Folge 7 schreiend vor den Reitern des Horus, gemeinsam mit Peter Griest alias Gernot Endemann, der außerdem noch als Parkwache in Folge 9 aushalf. Charles Regnier hat seine wenigen Sätze sicherlich im Anschluß an Folge 3 eingesprochen (siehe unten), eine weitere Zugabe war der Chauffeur Bengt in Die drei ??? und die silberne Spinne, den Regnier dem Vernehmen nach im Ensemble mit Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich aufnahm. Einzig und allein Friedrich Schütter absolviert hier einen einmaligen Auftritt in der Gruselserie; er scheint extra für dieses Hörspiel ins Tonstudio gekommen zu sein, denn für eine andere, gleichzeitige Aufnahme käme höchstens noch sein Häuptling in Die verwegenen 4 halten zusammen in Frage, das 1982 erschien. Die Arbeit an den neuen für Erwachsenen konzipierten Hörspielserien begann wohl erst später gegen Ende 1981, so daß Schütter dann noch einmal engagiert wurde, um seine drei Rollen in den Edgar Wallace-Folgen 4, 5 und 6 sowie eine Rolle in Sherlock Holmes-Folge 2 einzusprechen. • Wie auch bei weiteren Hörspielen der Gruselserie, so sind dem Autor in Draculas Insel, Kerker des Grauens gedoppelte Formulierungen ins Skript gerutscht, die ganz ähnlich in einer anderen Folge derselben Staffel zu hören sind und auf zeitnahe bzw. parallele Drehbuchproduktion hindeuten. Sowohl in Folge 10 als auch in Folge 7 wird die etwas begriffsstutzige Frage "Was für eine Aufgabe?" gestellt, hier von Jim, dort von Heide Jansing. Nachdem die Schiffbrüchigen in der Hütte realisiert haben, daß Kapitän Humunks Kopf von einem Eindringling heimlich entwendet worden ist und daß sie trotz verschlossener Türen und Fenster wie auf dem Präsentierteller sitzen, resümiert Elenor: "Wir sind verloren! Die bösen Mächte holen sich ihre Opfer, und wir können nichts dagegen tun!" Mit diesem Ausruf spiegelt sie erstaunlich exakt einen Satz von Muhammad zu Beginn von Folge 7: "Die Jäger aus der Vergangenheit holen sich ihr Opfer. Ihr könnt nichts dagegen tun!" |
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Zur Chronologie: • Draculas Insel, Kerker des Grauens gehörte 1980/81 zu jenen sieben Hörspielen der Gruselserie, die neu entstanden, um gemeinsam mit den drei wiederveröffentlichten Einzelhörspielen Frankensteins Sohn, Dracula trifft Frankenstein und Das Gespenst vom Schloßhotel eine zehn Folgen umfassende erste Staffel an den Start bringen zu können; von diesen sieben machten zwei Hörspiele wohl den Anfang (Der Angriff der Horrorameisen und Das Duell mit dem Vampir), indem sie noch als Einzelhörspiele konzipiert gewesen sein dürften. Alle übrigen fünf Geschichten scheinen relativ zügig hintereinander gezielt für die neue Gruselserie geschrieben und anschließend zeitgleich produziert worden zu sein - und von diesen fünf Folgen griffen gleich drei Hörspiele auf den Dracula-Stoff zurück. • Es darf getrost vermutet werden, daß Dracula, König der Vampire das erste Dracula-Hörspiel war, das H. G. Francis der Gruselserie hinzufügte. Ob seine Fassung des Dracula-Romans - um genau zu sein: des ersten Roman-Sechstels - recht frühzeitig fertig war, oder ob das Skript doch eher überstürzt realisiert wurde (kaum daß Charles Regnier dem Tonstudio EUROPA womöglich kurzfristig zugesagt hatte?), ist unklar. Der exakte Produktionsablauf der Folgen 3, 7, 8, 9 und 10 liegt ebenfalls im Dunkeln. Es ist aber immerhin anzunehmen, daß Francis das Hörspiel Draculas Insel, Kerker des Grauens aus wenigen Dracula-Sätzen heraus entwickelt haben dürfte, die er höchstwahrscheinlich unmittelbar vor Regniers Besuch bei Heikedine Körting schnell erdacht und erst hinterher zu einem vollständigen Skript erweitert hat. Ob dem Grafen Dracula auf seiner Insel zunächst eine größere Rolle zugesprochen worden war, ob Francis also bei der Ausarbeitung der Geschichte auf diverse von Regnier aufgenommene Dracula-Sätze verzichtete, weil sie sich nicht mehr in die Geschichte einfügen ließen, wissen wir nicht. Ebenso denkbar wäre es, daß auch in Gräfin Dracula, Tochter des Bösen ein Auftritt des nunmehr väterlichen Blutsaugers vorgesehen war, daß dann aber Regniers hierfür eingesprochene Sätze vollständig den Reißwölfen zum Fraß vorgeworfen wurden, weil Franciskowsky möglicherweise beschloß, in diesem Hörspiel den Bezug zum Grafen Dracula lediglich zu behaupten, ohne ihn selbst unter Zuhilfenahme irgendeiner dramaturgischen Brechstange auftreten zu lassen. Für diese Theorie gibt es keinerlei Belege - es spricht aber auch nichts dagegen. Oder wie es die Gräfin formulieren würde: Kann man das wissen? • Während für die meisten Folgen der Gruselserie Aufnahmen mehrerer Sprecher*innen im Ensemble als gesichert gelten können, ist dies bei Draculas Insel, Kerker des Grauens nicht gewiß - andererseits stellt sich durchaus die Frage, ob man es im Tonstudio EUROPA gewagt hätte, jemanden wie Friedrich Schütter bei seinem ersten Besuch alleine vors Mikrofon zu setzen. Heidi Schaffrath, Hannes Messemer und Wolf Rahtjen (und vielleicht noch Gottfried Kramer) könnten sich vor oder nach den Aufnahmen für Die Begegnung mit der Mörder-Mumie zu Schütter gesellt haben. Michael von Rospatt und Gernot Endemann wären eher Kandidaten für separate und später hinzugefügte Aufnahmen, allerdings war Endemann wie Rahtjen zu jener Zeit Mitglied des Ensembles am Ernst-Deutsch-Theater, Intendant Schütter war also sein Chef.
• Charles Regnier war in München ansässig und spielte 1980/1981 vornehmlich an der Kleinen Komödie in München sowie am Fritz Rémond Theater im Zoo von Frankfurt am Main. Dennoch wird er rege Verbindungen nach Hamburg unterhalten haben, da sein Bruder Henri langjähriger Unterhaltungschef des NDR war (mit ihm haben "die Beurmanns" laut Andreas Fröhlich im Bobcast zu Die drei ??? und die silberne Spinne öfters Tennis gespielt) und weil seine Tochter Carola Regnier zu jener Zeit auf Hamburger Bühnen zu sehen war. Dennoch kam Charles Regnier als extrem seltener Gast nur zweimal ins Tonstudio EUROPA, erstmals natürlich etwa 1970 für Dracula - Jagd der Vampire (inkl. Nebenrolle des Pontius Pilatus in Ben Hur) und das zweite Mal für die Neuaufnahme des Dracula-Stoffs. Sicherlich wurde Regnier hierbei auch die Dracula-Szene in Draculas Insel, Kerker des Grauens vorgelegt, ohne daß jene Folge bereits als vollständiges Drehbuch existiert haben muß. Es ist nur eine Vermutung, aber möglicherweise war der Besuch Regniers vergleichsweise überraschend zustandegekommen, noch während Autor Franciskowsky an den weiteren Folgen der Gruselserie schrieb, und er wurde wohl gebeten, schnell Regniers Sätze für eine kurze Szene in einem zweiten Dracula-Hörspiel runterzutippen (dergleichen hat sich öfters zugetragen, z.B. später mit Peter Pasetti bei Masters of the Universe). Ob Franciskowsky womöglich auch das Skript von Dracula, König der Vampire im Rekordtempo schreiben mußte, nachdem Regnier sich früher als gedacht angekündigt hatte? Ein Ding der Unmöglichkeit wäre es keineswegs und es könnte erklären, wieso sich Franciskowsky nur das erste Sechstel von Bram Stokers Roman vornahm.
• Günther Ungeheuer zählte wie Regnier zu den ganz großen Schauspielern, die im Münchner Raum lebten. In Hamburg hielt er sich vorzugsweise auf, wenn ihn ein Film- oder Fernsehprojekt rief (oftmals mit Regisseur Jürgen Roland hinter der Kamera), oder aber wenn ihn der Spielplan eines Tourneetheaters in die Hansestadt führte - letzteres war Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre höchstwahrscheinlich mehrmals der Fall. Es ist anzunehmen, daß er bei einer solchen Gelegenheit einen Abstecher in das Tonstudio EUROPA in der Hamburger Agnesstraße unternahm. • Gernot Endemann gibt Rätsel auf: Was er im Tonstudio EUROPA für gerade einmal fünf 1981 publizierte Hörspiele einsprach, dürfte eigentlich nicht mehr als einen Besuch in der Agnesstraße erfordert haben: die Hauptrolle des Peter Griest, die größere Nebenrolle des Lars Holmqvist in Die drei ??? und die silberne Spinne, die kleinere Nebenrolle des Angestellten im Historischen Forschungsinstitut von Rocky Beach (Die drei ??? und das Aztekenschwert) und die beiden Kleinstrollen in Folge 7 und 9 der Gruselserie. Eine Ensembleaufnahme mit den drei Detektiven läge nahe, wäre aber doch nahezu ausgeschlossen, weil Charles Regnier ebenfalls vor Ort war und Draculas Insel, Kerker des Grauens zu diesem Zeitpunkt vermutlich erst aus wenigen Dracula-Sätzen bestand? Zwei Szenarien wären nun möglich: Endemann könnte am zweiten Tag der für Folge 22, 23 und 24 anberaumten Die drei ???-Aufnahmen gekommen sein, die Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich sicherlich wie gewohnt ein Wochenende lang beschäftigten. Dann hätte H. G. Francis für Charles Regnier am Samstag hastig Dracula-Sätze schreiben und anschließend über Nacht das gesamte Skript nachreichen können, so daß der für Sonntag eingeplante Gernot Endemann gleich auch noch Peter Griest einsprach? Aber dann hätten zugleich auch die Skripte von Folge 7 und 9 für seine Kleinstrollen als Oasenbewohner und Parkwache fertig sein müssen? Es war wohl eher so, daß er als in Hamburg ansässiger Schauspieler gut und gerne zweimal vorbeikommen konnte: zunächst für die drei ??? und etwas später erneut für die Gruselserie - beziehungsweise war der zweite Termin vermutlich wie bei Horst Stark und Gabi Libbach zunächst für Commander Perkins 10 und 11 vorgesehen? • Neben der durchaus plausiblen Annahme, daß Draculas Sätze von H. G. Francis in aller Eile für ein ansonsten mitnichten fertig entwickeltes Vampir-Hörspiel erdacht worden sein könnten, wäre noch eine andere Entstehungsgeschichte denkbar: die wenigen Sätze könnten ursprünglich für Dracula, König der Vampire aufgenommen worden sein. Folglich wäre dieses Hörspiel an mehreren Stellen um einige Äußerungen Regniers gekürzt worden, ohne daß ihr Fehlen im eigentlichen Dracula-Hörspiel auffallen konnte. Die stibitzten Sätze wären anschließend zu Draculas Rolle in einer neuen, halbwegs plausiblen Szene zusammengestoppelt worden - und von ihr ausgehend strickte H. G. Francis das gesamte Hörspiel Draculas Insel, Kerker des Grauens drum herum? Hört man sich genauer an, was Dracula auf seiner Insel von sich gibt, wäre dies bei den meisten Sätzen kein völlig abwegiger Gedanke: mit "Zu spät, du entreißt sie mir nicht mehr!" und "Hörst du es? Es ist zu spät!" könnte er sich in Dracula, König der Vampire ursprünglich in der Gruft zu früh gefreut haben, als es ihm zunächst möglich war, Mina seinen Willen aufzuzwingen. "Hahahahaha, hört ihr das, ihr Narren? Meine Freunde haben ausgeschlafen, sie kommen herauf ins Schloß ..." wäre ebenfalls in der Gruft möglich, sobald sich das Geheul der Wölfe hörbar nähert, die von Dracula ja auch als "meine anderen Freunde" bezeichnet werden - dieser Satz wäre also in Draculas Insel, Kerker des Grauens auf die anderen Vampire in der Gruft umgedeutet worden, doch paßt dies nicht wirklich, denn schließlich befinden sich diese Vampire bereits im Schloß. "Nun, was wollt ihr gegen uns tun? Mehr als hundert meiner Freunde warten auf frisches Blut! Wozu wehrt ihr euch noch?" Auch hiermit könnte Dracula ursprünglich die Wölfe gemeint haben, die offenbar in großen Rudeln auf das Schloß zuliefen. "Nein! Nicht!" hätte Dracula in der Gruft angesichts des Kruzifix ausgerufen, "Zurück!" vielleicht auch, oder aber es galt zuvor den drei Vampirbräuten am Ende der ersten Hörspielhälfte. Allein für "Nein! Laßt mich durch! Oder ich sterbe!" gäbe es in Dracula, König der Vampire keine Szene, in der diese Sätze auch nur irgendeinen Sinn ergeben würden, was die gesamte Theorie wieder ins Wanken bringt. Allerdings klingt die Befürchtung "oder ich sterbe" für einen Untoten ziemlich schräg - hatte Charles Regnier etwa neben Dracula, König der Vampire und Die drei ??? und die silberne Spinne noch Takes für ein drittes Hörspiel außerhalb der Gruselserie abgeliefert, die dann aber nicht dafür verwendet wurden? Nur: welches um diese Zeit produzierte Hörspiel käme da denn auch nur theoretisch in Frage? • Gleichwohl steht ohnehin fest, daß für Draculas Insel, Kerker des Grauens trickreich geschnitten wurde: bei Draculas Lachen, das in der Hütte zweimal ertönt, handelt es sich jeweils um dieselbe Aufnahme (die beim zweiten Mal vielleicht etwas langsamer abgespielt wurde?). Charles Regnier hat hier sein Zwerchfell nicht extra bemüht, sondern dieses Lachen wurde aus zwei bereits vorhandenen Takes kopiert und zusammengefügt. Die erste Hälfte, die eher schallendem Gelächter gleicht, ist später im Inselschloß zu hören, bevor er "Hört ihr das, ihr Narren?" fragt. Der zweite Teil, eher ein zwei- bzw. dreifaches Kichern, entstammt definitiv dem Finale in Dracula, König der Vampire, als Dracula Harker mit "Du Narr, mit dem kleinen Finger kann ich dich besiegen!" einzuschüchtern versucht und den Satz mit besagtem Kichern beendet. Wenn Regniers Gelächterfragmente für Draculas Insel, Kerker des Grauens derart kunstvoll neu zusammengesetzt und recycelt worden sind, wäre es nicht unmöglich, daß auch seine wenigen Sätze Dracula, König der Vampire entnommen wurden. |
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Fehler:![]() Fehler / Draculas Insel, Kerker des Grauens |
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Kommentare:![]() Kommentare / Draculas Insel, Kerker des Grauens |
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Gruselalmanach:![]() Gruselalmanach / Dark, Elenor Gruselalmanach / Dark, Professor Gruselalmanach / Doran Gruselalmanach / Dracula, Graf Gruselalmanach / Griest, Peter Gruselalmanach / Hammand Gruselalmanach / Humunk, Kapitän Gruselalmanach / Jim |
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© Die Gruselseiten (6. Mai 2026)